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Amnesty arbeitet auf ganz unterschiedliche Weise um eine möglichst breite und effektive Wirkung zu erzielen. Am Anfang steht immer die Fallarbeit, das sogenannte Research. Um eine höchstmögliche Glaubwürdigkeit zu erzielen, achtet Amnesty auf eine sehr ausführliche Dokumentation und Belegbarkeit von Menschenrechtsverletzungen. Dazu arbeiten weltweit viele Researcher direkt vor Ort und forschen nach, dokumentieren und überprüfen verschieden Spuren auf ihren Wahrheitsgehalt. Sie sprechen mit Opfern, Angehörigen, Anwälten und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen. In den meisten Fällen erhält Amnesty eine Einreisegenehmigung, nur wenige Staaten wie beispielsweise China gestatten dies nicht. Aber auch dann sammeln wir Informationen, z.B. von Flüchtlingen und Menschenrechtsverteidigern vor Ort. Alle Informationen fließen dann zunächst im Internationalen Sekretariat in London zusammen, von wo aus die weiteren Schritte koordiniert werden. Unsere stärkste Waffe ist der öffentliche Druck durch unabhängige und fundierte Informationen.

Wenn Amnesty von einer unmittelbaren Gefahr erfährt und schnell gehandelt werden muss gibts es mehrere Wege. Allein schon dadurch, dass Organisationen wie Amnesty ermitteln, werden manche Opfer bereits geschützt. Häufig startet Amnesty aber auch Eilaktionen, sogenannte "Urgent Actions". Das sind Massenproteste bei denen Amnesty-Mitglieder weltweit in kurzer Zeit tausende Briefe, Faxe und Emails an die zuständigen Regierungen und Behörden. Auf den ersten Blick wirft dies oft die Frage auf, inwiefern so etwas irgend etwas bewirken kann. Doch der öffentliche und weltweite Druck auf die Verantwortlichen ist enorm. Dadurch kommt es, dass nachweislich rund 35% aller Urgent Actions Erfolg haben. Nicht selten konnte dadurch schon ein Menschenleben gerettet werden.

Jemand, der Jahre oder gar Jahrzehnte seines Lebens wegen seiner politischen Ansichten oder auch nur weil er nicht 'systemkonform' war inhaftiert ist, braucht dringend Unterstützung. Auch wenn keine Entlassung erreicht werden kann, so doch nicht selten eine Hafterleichterung. Und für die Betroffen ist das Gefühl nicht alleine gelassen zu werden, enorm wichtig. Genau dafür gibt es bei Amnesty die "Briefe gegen das Vergessen". Verschiedene Amnesty-Gruppen übernehmen die Verantwortung für einzelne Opfer und schreiben regelmäßig Briefe. Dies kann zum Teil über Jahre gehen, ohne dass wir auch nur wissen, ob unsere Briefe überhaupt ankommen. Doch fast immer tun sie das. Wie im Fall von Wei Jingsheng, der nach 18 Jahren entlassen wurde und wie er sagte unter anderem durch die Briefe immer wusste, da draußen ist jemand, der ihn nicht vergessen hat.

Amnesty kann seine Arbeit aber nur dann wirkungsvoll machen, wenn Menschen über ihre Rechte Bescheid wissen und bereit sind, dafür einzutreten. Daher ist ein wichtiger Punkt in unserem Engagement auch die Menschenrechtsbildung. Unsere Mitglieder informieren darüber was Menschenrechte sind, wer und wie man sie schützen kann. Sie gehen an die Öffentlichkeit und informieren an Informationsständen auf der Straße, bei Vorträgen oder in Bildungseinrichtungen wie Schulen.

 

   
Seite der Sektion der Bundesrepublik Deutschland: www.amnesty.de