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Rache statt Gerechtigkeit? Todesstrafe in den USA

Aktion am Internationalen Tag gegen die Todesstrafe

Am 10.Oktober, dem Internationalen Tag gegen die Todesstrafe, veranstaltete unser Bezirk ab 15.30 Uhr eine gemeinsame Aktion vor dem Magdeburger Hauptbahnhof. Das bedeutete, dass neben der Magdeburger Gruppe sich auch Amnesty Mitglieder der Gruppen aus Dessau, Halle und Schulpforte beteiligten, außerdem engagierte Einzelmitglieder von Amnesty.

Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr die USA, der Focus lag dabei auf Texas. Ebenso wurden häufige Pro&Kontra-Argumente gegenübergestellt. Unsere Gruppe baute damit ihr Schwerpunktthema "Todesstrafe" weiter aus, nachdem wir im Mai bereits einen Informationsvortrag mit einem Amnesty-Experten durchführten und Gäste aus den USA begrüßen durften, die als unmittelbar Betroffene über die Todesstrafe berichteten.

Obwohl das Wetter so traurig wie das Thema war, interessierten sich immer wieder Passanten für unsere Aktion und sahen sich im strömenden Regen z.B. unsere Fakten über die Todesstrafe an. Nur unsere Absicht, die Namen der im letzten Jahr in den USA Hingerichteten auf Kreuze auf dem Boden zu schreiben, versank in den Wasserfluten.

Zeit und Ort
10. Oktober, 15.30 Uhr / Willy-Brandt-Platz, vor dem Hauptbahnhof

Montag, 05. Oktober 2009

 

Weitere Informationen:

Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe vor 33 Jahren in den USA sind 1175 Menschen hingerichtet worden. Die meisten von ihnen – im Juli der 1000. – mit der heute stark umstrittenen Methode der Giftspritze. Obwohl die Giftinjektion unter bestimmten Voraussetzungen extreme Schmer-zen verursacht, entschied der Supreme Court im April letzten Jahres, dass zum Tode Verurteilte notfalls auch Qualen bei der Vollstreckung der Todesstrafe erleiden müssen und sie keinen Rechtsanspruch auf eine schmerz-freie Exekution haben. Über 3400 Menschen warten derzeit in den USA auf ihre Hinrichtung, zugleich wurde erst kürzlich der 135. nachweislich Unschuldige aus dem Todestrakt entlassen. Wie viele bisher unschuldig getötet wurden, kann niemand sagen. Rund 2/3 aller Exektutionen enfallen dabei allein auf Texas. Dass es auch in den USA anders geht zeigt New Mexico, wo seit dem 1. Juli die Todesstrafe abgeschafft ist.
   
Seite der Sektion der Bundesrepublik Deutschland: www.amnesty.de